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Rückblick

Gedanken und Rückblick zur IM·PULS-Tagung vom 9. bis 13. Februar 2018 in Kassel

ImPuls. Dieses Wort bedeutet für jeden etwas anderes. Im Puls, im Takt, im Rhythmus sein, einen Impuls finden, einen Anstoß oder eine Stärkung dessen, was bereits geschieht, eingehen, einen Impuls geben oder in Empfang nehmen, um vielleicht auch etwas anders zu machen. Einen Impuls zu seiner Lebensaufgabe zu finden, zu spüren und umzusetzen. Das waren die Kernthemen der diesjährigen IM·PULS-Tagung in Kassel, zu der wieder viele bekannte und neue Gesichter aus aller Welt -muss man sagen-, herangereist sind, um sich mit Gleichgesinnten, aber auch Kritikern und vor allem Hinterfragenden auszutauschen.

Getragen wurde die Tagung von weitreichenden und vielseitigen Vorträgen verschiedener Referentinnen und Referenten, die Hintergrundwissen und Ausgangsmaterial für Diskussionen während und nach dem „offiziellen“ Teil lieferten.

Durch kleinere Gesprächsgruppen, in denen einzelne Themen, wie die Anthroposophie, die Menschenweihehandlung, die Dreigliederung und andere impulsgebende Subjekte tiefer ins Auge gefasst wurden, sowie Projektgruppen, die sich künstlerisch mit Wort, Ton und Bewegung betätigten, wurde die Tagungszeit sehr kurzweilig und interessant gestaltet und es wurden verschiedene Bereiche näher erläutert und beleuchtet.

Nicht zuletzt sei das besondere zwischenmenschliche Miteinander, das natürlich auch eine zentrale, nein, sogar die wichtigste Rolle spielte, erwähnt. Denn ohne Miteinander und ohne Austausch kann es keine Impulse, keine Begegnungen, keine Lebensaufgaben, die gefunden – und keine Lebensgeschichten, die erzählt und ausgetauscht werden, geben.

Es entstanden in dieser Zeit, die leider immer viel zu schnell vergeht, wunderbare Begegnungen, die auch noch über die Tagung hinaus Bestand haben, da jeder mit dem, was er zu bieten hatte, seinen Teil zu dieser Begegnung junger, begeisterter, kraftvoll strebender Menschen beitrug. Und genau durch solche Begegnungen entstehen Impulse, die in die Welt getragen werden müssen, damit jeder seine eigene Lebensaufgabe findet und seinen eigenen Lebensweg umsichtig und weitsichtig begeht, seine Ziele nicht aus den Augen verliert, dabei aber immer auf sein Umfeld achtet und nicht in Egoismus und Sturheit verfällt, denn erst dann können die Ansätze von Impulsen wachsen und reifen, um später, oder jetzt schon, Früchte zu tragen.

Manuel Rebmann, 20.03.2018, Illmensee